No. 2
Jaja. Der Frühling kommt nun wirklich und alles sprießt wie verrückt. Der Rhododendron blüht von einem Tag auf den nächsten, die Azaleen interessiert’s eine Sch… ob es jetzt kalt ist oder warm und machen einfach knallpinkfarbene Tupfer in den Garten, die Vögel v… nee, zwitschern was das Zeug hält und der Rasen oder vielmehr das, was sich auch dieses Jahr hartnäckig gegen den teppichbodenähnlichen Moosbefall durchsetzen konnte, ist plötzlich GANZ PLÖTZLICH zehn Zentimeter länger und schreit nach einem modischen Haarschnitt. Nachbars Katzen fühlen sich in dieser Wildnis (das Bild ist übrigens aus dem Internet geklaut, von irgend jemandem, der irgendwo in Südamerika war, ich habe mir noch nicht einmal die Website wirklich angeschaut, mea culpa) sauwohl und fangen an zu singen. Leider ist diese Art Gesang für Menschenohren außerordentlich unschön. Außerdem kommen beim dünnsten Regen sofort alle Häuschenschnecken aus ihren Nestern oder woher sonst und bevölkern den Gehweg, damit sie von nächtlichen Besuchern unseres Hauses prompt mit diesem häßlichen Knirschgeräusch plattgetreten werden. Deshalb haben sie auch manchmal Flugstunde: Dann rette ich sie, indem ich sie einzeln aufklaube, vorsichtig natürlich, und sie in hohem Bogen ins nächste Buschwerk befördere.
Schlagworte: Schnecken, Katzen, Biomasse, Moos, Flugstunde
